201505_Christin_Marit_Seattlekl
Gesundheit, Nachdenkliches

4 Gründe warum andere denken, dass ich ein Glückspilz bin…

Es geschieht immer wieder, dass ich Sätze höre, wie:

„Du hast immer so ein Glück.“
„Bei Dir läuft irgendwie alles immer wie geplant.“
„Für Dich machen Menschen immer so viel.“
„Du musst ja auch nicht achten, Du bist ja schlank.“
„Dir geht´s immer so gut.“
„Du bekommst, immer was Du willst.“

Tatsächlich muss ich gestehen, dass mich solche Aussagen doch immer mal wieder ein bisschen ärgern. (Auch wenn sie das nicht tun sollten!)

Denn, ja! Das ist alles nicht falsch. Aber: Ist das wirklich (nur) Glück?

Grund 1: Mir geht es immer gut.

Natürlich geht es mir nicht immer gut.

Obwohl ich tatsächlich danach strebe. Ich mache das Beste aus allem oder versuche es wenigstens. Denn allein dadurch geht es mir direkt und insgesamt besser!

Hängen lassen, frustriert aufgeben, das Leben mich bestimmen lassen, Lethargie, Schulterzucken und sich dem Schicksal ergeben, weil es halt so ist? Das ist nicht mein Ding.

Ich selbst weiß nie, warum das was mir gerade das Leben vielleicht weniger rosig erscheinen lässt, mich am Ende hinführt.

Natürlich sind Themen, die uns das Leben vermeintlich schwer machen sehr unterschiedlich und lassen sich nicht alle gleichbehandeln. Während das eine angegangen und gelöst werden muss, können (oder müssen) wir das andere vielleicht aussitzen.

Daher gibt es hier natürlich keinen einheitlichen Fahrplan, der für alles Gültigkeit besitzen könnte, aber als erste allgemein funktionierenden „erste Hilfe-Strategien“, haben sich für mich die folgenden Punkte bewährt:

  • Tief durchatmen.
  • Lächeln – macht „glücklich“ auch wenn es nicht echt ist.
  • Nicht jammern!
  • nicht stundenlang zerreden.
  • Manchmal lässt sich mit Abstand und etwas vergangener Zeit und erstem „Zur-Ruhe-Kommen“, alles klarer sehen: So lange gilt es den Gedanken nicht zu verfolgen, sich also zu entscheiden den Gedanken fallen zu lassen um sich nicht unproduktiv in Ärger, Stress, Sorgen und Ängste zu verstricken. Perfekt ist dafür der Satz des Dalai Lamas:

    Drop the thought.

    Dieser kann ein bisschen wie ein Mantra funktionieren, dass ich mir in solchen Situationen immer wieder vorsage, sobald mir „die Sache“ wieder in den Sinn kommt.

  • Überlegen was ich selbst in 3 Wochen, 3 Monaten oder einem Jahr über das Problem denken werde… Oft erscheinen Probleme heute übermäßig groß und bedeutend, aber auf das Leben oder zumindest einen längeren Zeitpunkt bezogen ist es möglich sie in ihrer tatsächlichen Größenordnung zu sehen und dadurch das ganze zu relativieren.
  • Und bei kleineren Themen: Einfach mal versuchen in so viel wie möglichen Dingen das Gute – tatsächlich ist das Wetter eigentlich gar nicht immer schlecht – zu sehen und vor allem viel mehr lachen!

Denn in letzter Konsequenz ist es auch eine persönlich Entscheidung mich zumindest nicht schlecht fühlen zu wollen! Der Wille ist mächtig!

Grund 2: Ich habe Glück, weil Menschen einfach so und immer alles mögliche für mich tun.

Es ist unglaublich wie liebevoll, hilfsbereit und herzlich Menschen sein können.

Tatsächlich möchte ich hier ein deutsches Sprichwort zitieren:

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“

Ja! Das ist mein sogenanntes „Geheimnis“!
Und nein! Ich setze das nicht berechnend oder gezielt ein, sondern IMMER. Ich bin einfach so.

Menschen danken es einem unglaublich, wenn man sie einfach mal wahr nimmt, freundlich ist, vielleicht sogar herzlich, sich bedankt, mit ihnen lacht, etwas lobt oder einfach etwas als nicht selbstverständlich nimmt.

Dazu eine kleine aktuelle Anekdote, die mich vor ein paar Tagen wirklich berührt hat.

In dem Laden, in dem ich oft meine Lebensmittel einkaufe, habe ich der Kassiererin nach dem Einpacken meiner Sachen noch einen Abschiedsgruß zugerufen, während sie schon mit dem nächsten Kunden beschäftigt war. Sie lächelte mich an und sagte „Tschüss und Danke!“. Das „Danke“ war so betont, dass ich nachgefragt habe, wofür sie sich denn bedanken würde. Sie: „Es ist immer so nett, wenn Sie da sind.“

Es mag sein, dass ich einfach von Natur aus – mein Vater ist ähnlich – einfach, herzlich und direkt mit Menschen in Kontakt kommen kann, aber auch wenn Du weniger offensiv im Umgang mit anderen bist: Schon ein wenig Achtsamkeit, Interesse und Aufmerksamkeit machen eine Menge aus.

Grund 3: Egal was ich tue und wie ich mich verhalte: Ich bin einfach „perfekt“ schlank und bleibe es auch. Für immer.

Ähm. Ja. Klar. Genau. Tatsächlich würde ich das total gerne bestätigen können. Das wäre ja himmlisch. Am besten noch mit dem Zusatz: Ich bin einfach so schlank und gesund und das obwohl ich alles ohne Sinn und Verstand in mich hinein fresse :)

In Gesellschaft anderer Menschen, fällt so ein Satz nicht selten. Klar, ich bin ja auch schlank. Perfekter Stoffwechsel und vom Abnehm-Gott gesegnet.

Da würde ich doch gerne immer fragen: Könnte das vielleicht auch daher kommen, dass ich mich mit meiner Ernährungsweise und dem Umgang meiner Gesundheit beschäftige?

Aber gut. Vielleicht bin ich unfair. Ich werde in der Öffentlichkeit bestimmt tatsächlich nicht selten als Genussmensch wahrgenommen und ich gebe auch zu: Ich esse gerne. Und wenn es mir schmeckt, auch viel. Tatsächlich kann ich viel auf einmal essen, was mir schon das ein oder andere Mal peinlich war :)

ABER: Das gehört zu meinem Prinzip, meinem Konzept, meiner Strategie: Nur kasteien funktioniert nicht. Und natürlich gönne ich mir genau dann etwas, wenn ich mit Freunden in einem guten Lokal sitze, genial bekocht werde oder mich in einer sonstigen Leben-geniessen-Situation befinde. Wann denn auch sonst?

ABER 2: Wer genauer hinschaut oder nachfragt weiß, dass

  • ich auch in diesen „Ausnahme-Freizeit-Situationen“ durchaus darauf achte was ich esse – auch wenn es nicht so offensichtlich und klassisch (Kalorienzählen, irgendwas meiden, in Salat rumpicken, …) – ist,
  • ich außerhalb dieser Ausnahmesituationen recht gesund lebe, einkaufe und esse,
  • mich und meinen Körper recht gut kenne und weiß was ich ihm zumuten kann, was nicht geht, wann ein Ausgleich fällig ist, usw.,
  • ich mir einiges an Wissen und Verständnis zu Ernährung und Gesundheit angeeignet habe und weitestgehend danach lebe.

Grund 4: Bei mir läuft immer alles wie geplant.

Dies ist natürlich auch wieder übertrieben, aber tatsächlich ist dieser Punkt ein Ergebnis aus mehreren und auch den oben genannten Punkten.

  • Positive Einstellung und Lächeln (viel lachen ist noch besser),
  • Offener, interessierter und freundlicher Umgang mit den Menschen, die meinen Weg kreuzen,
  • Fleißig an dem Arbeiten, was mir wichtig ist und meine Ziele verfolgen,
  • Unverkrampfte Herangehensweise mit der Frage im Hinterkopf, was denn schlimmstenfalls passieren kann, wenn „es“ nicht klappt.

Also doch. Eigentlich bin ich ein Glückspilz. Mir geht es gut und dafür bin ich jeden Tag dankbar.

Diese Themen liegen mir sehr am Herzen und das hier war erst nur ein kurzer Überblick, denn ich werde alle vier – und noch mehr – immer wieder ansprechen und vor allem auch umfassender behandeln.

Schreib mir doch in den Kommentaren, was Deine „Erste-Hilfe-Strategien“ für schwierige Zeiten sind.

Und bei Dir?

Und gibt es auch Aussagen, die Du Dir immer wieder anhören musst, worüber Du Dich nicht nur wundern kannst?
Kann ich Dir bei dem einen oder anderen Thema weiterhelfen? Was interessiert Dich besonders?

Previous Post Next Post

You Might Also Like

6 Kommentare

  • Reply Ernst Jochmus 14. August 2015 at 23:25

    Sehr schön auf den Punkt gebracht + inspirierend, Danke :-)

    • Christin
      Reply Christin 16. August 2015 at 12:50

      Das freut mich sehr zu lesen, danke Ernst!

  • Reply Tina 8. November 2015 at 9:55

    Du sprichst mir aus der Seele, mit Achtsamkeit und einen guten Umgang mit sich und anderen ist sehr vieles doch so einfach, mit einem Lächeln kann man schon so vieles erreichen.
    Danke Christin……….habe erst seit gestern deinen Blog entdeckt und bin noch am stöbern, muss aber jetzt schon sagen, sehr gut.
    Einen wunderschönen Sonntag, liebe Grüße Tina.

    • Christin
      Reply Christin 8. November 2015 at 16:20

      Ganz lieben Dank Tina, für Deine herzlichen Zeilen. Genieße noch Deinen Sonntag und immer lächeln ;)

  • Reply Manfred B. 25. Dezember 2015 at 17:04

    Heute ist Weihnachten! … und ich weiß nicht, inwiefern ich gerade jetzt auf deinen Blog geraten bin. Spielt auch keine Rolle! Aber es ist eine Freude, deine Gedanken zu lesen und darüber nachzudenken. Dabei entdecke ich, dass wir vieles gemeinsam haben. Nur habe ich noch nicht so ernsthaft darüber nachgedacht. Dabei ist es so einfach, das Leben so zu nehmen wie es einem vorgegeben ist. Ich hatte einen Beruf, den ich liebte und dabei nie das Gefühl, arbeiten zu müssen. Siehe dein Zitat „Konfuzius“. Der Kontakt zu unzähligen Menschen war so interessant und lehrreich, dass ich nicht spürte wie ich älter wurde. Deshalb finde ich deinen Blog so faszinierend, dass ich hier gern öfter vorbeischauen werde. Alles Gute für dich, Christin!

    • Christin
      Reply Christin 30. Dezember 2015 at 11:36

      Hallo Manfred.
      Ich hoffe Du hast noch schöne Weihnachtstage verbracht. Mit Deinem schönen Feedback zu diesem Artikel und meinem Blog hast Du mir jedenfalls noch eine besondere Weihnachtsfreude bereitet. Es freut mich ungemein, wenn es Menschen gibt, die mit meinem Geschreibe etwas für sich anfangen können und bin zudem immer glücklich zu lesen und hören, wenn sich jemand darin wiederfindet.
      Wunderbar, dass Du Deinen Beruf und damit bereits einen großen Teil des Lebens gerne gelebt hast. Das klingt nach einem großen Geschenk und zumindest nach Deinen Worten zu urteilen, scheinst Du sehr zufrieden und so wohl auch ein „Glückspilz“ zu sein. Ich wünsche Dir herzlich, dass es so weiter geht, einen guten Start ins Jahr 2016 und es würde mich natürlich freuen, wenn Du hier wieder vorbei schaust.

    Hinterlasse eine Antwort