Minimalismus im Bad : Haarige Zeiten
Körperpflege

Minimalismus im Bad: Haarige Zeiten

In Anbetracht dessen, dass ich mich nun seit vielen Jahren für Ernährung und „echte“ Lebensmittel mit möglichst guter Herkunft interessiere, wundere ich mich heute selbst, dass es recht lange gedauert hat, bis diese Einstellung auch bzgl. Körperpflege in (und auf) meinen Kopf kam.

Erst Anfang 2014 bin ich sozusagen darüber gestolpert, dass ich hier Nachholbedarf habe. Meine Pflegeprodukte-Nutzung war nie sonderlich extrem, aber bis dato absolut typisch und konventionell aus dem Supermarkt.

Seit dem habe ich einiges optimiert und inzwischen ist so auch in diesem Bereich der Minimalismus bei mir eingezogen.

In einer Artikel-Reihe werde ich hier meinen persönlichen Minimalismus im Bad vorstellen und starte heute oben am Körper und damit bei den Haaren. Es wird noch einen weiteren Artikel über Haare geben, aber dann wird der Schwerpunkt nicht in deren Pflege, sondern in deren Entfernung liegen :)

Meine haarige – selbstverständlich überspringbare – Geschichte

Der erste Artikel dreht sich auch deshalb um Haare, weil dort mein eigenes Umdenken begonnen hat.

Wie vermutlich bei jeder Frau, und vielleicht auch vielen Männern, waren meine Haare für mich irgendwie immer Optimierungs-Thema. Auch ich habe regelmäßig neues Shampoo gekauft in der Hoffnung, dass das nächste die Erfüllung in Punkto Haare bringen wird. Dieses Phänomen lässt sich in vielen Badezimmern beobachten: Zig angefangene Flaschen mit Shampoo, Spülungen, Kuren und weiteren Produkten der verschiedensten Art. (Durch AirBnB-Erfahrungen, kann ich inzwischen behaupten, dass sich dieses nicht auf deutsche Badezimmer begrenzt.)

Meine Haare sind absolut glatt und fein. Mein Pferdeschwanz verdient, aufgrund seines Durchmessers, eher die Bezeichnung Rattenschwanz. Meine Haarfarbe ist – je nach Jahreszeit – ein mittleres oder helles Blond.

Die Ausprobierphase in der Jugend habe ich – als generelle Spätzünderin – ausgelassen und erst mit 24 angefangen mit meinen Haaren zu experimentieren. Bis dahin hatte ich einfach mittelblonde mal mehr oder weniger lange Haare und ungefähr immer die gleiche Frisur.

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Mein „Lieblingsproblem“ entstand mit zunehmenden Alter und trifft viele Naturblonde in mitteleuropäischen Gefilden. Während der Grundton dunkler wird, bleichen die Haare im Sommer bzw. durch Sonneneinstrahlung aus. Dies hat dazu geführt, dass die aufgehellten Haare über den Winter rausgewachsen sind und ich dementsprechend immer häufiger aussah, als ob ich vergessen hätte sie nachzufärben oder neue Strähnen machen zu lassen. Meine dunklen Augen und Augenbrauen haben den Eindruck noch verstärkt und ich wurde häufiger gefragt wie denn meine echte Haarfarbe sei. Davon genervt habe ich mich im Herbst 2004, von meiner damaligen Friseurin, zu meinen ersten leichten Strähnen überreden lassen um nicht länger wie schlecht gefärbt auszusehen. Klingt paradox? Definitiv.

Natürlich ist es recht schnell nicht mehr beim „Herbst-Strähnen“ geblieben, denn die Sonne hat die künstlichen Strähnen ebenfalls aufgehellt und sich nicht an den Vorgaben der Friseurin orientiert.

Einmal angefangen bin ich dann der Freude am Experimentieren erlegen. Dunkel bis ganz dunkel, Rotstich, mehr Blond, weniger Blond, … eben ausprobiert was die Chemie so hergibt.

2013 gab es dann eine recht extreme Typ-Veränderung: Kurzhaarschnitt und sehr dunkle Haare.

Welchen Einfluss eine solche Veränderung auf einen selbst und die Außen-Wahrnehmung haben kann, gehört nicht hier her, aber kurz zusammengefasst: Es ist erstaunlich.

Rund ein Jahr später – April 2014 – hat mir vermehrter Haarverlust Sorgen bereitet.

Beim Recherchieren woran das liegen kann bin ich auf das Buch „Haarsprechstunde*“ von Michael Rogall gestossen. Dieses war dann tatsächlich der Auslöser, der mir die Erkenntnis wie Schuppen – passend zum Thema – von den Augen fallen ließ: Wie kann es sein, dass ich mich jahrelang über Ernährung und Lebensmitteln informiere, aber noch nie daran gedacht habe, mich genauer mit den Produkten zu beschäftigen mit denen ich meinen Körper äußerlich „bearbeite“?

Status meiner „Haarpflege“ Anfang 2014:

  • Chemisch gefärbte Haare
  • Shampoo. Irgendeines das gerade den meisten Erfolg versprochen hat, meine haarigen Themen zu lösen oder zu verbessern. Sprich: Ich wollte fülliger wirkendes Haar, das nicht strähnig aussieht, toll sitzt und weniger schnell fettet.
  • Schaumfestiger. Ich habe mir nach jeder Wäsche Schaumfestiger – ebenfalls den aktuell erfolgsversprechendsten – in die Haare geschmiert, da meine Haare ohne die klebrige Masse so fein und weich waren, dass sie mir stets im Gesicht klebten und sich auch ansonsten absolut unmöglich verhalten haben.
  • Haarspray. Ja, auch das noch. Der Schaumfestiger hat zwar dafür gesorgt, dass sie kontrollierbar wurden, aber um sie richtig aus meinem Gesicht fern zu halten, brauchte es mehr Kleber.
  • Haarkur. Hin und wieder habe ich meinen Haaren eine Kur gegönnt. Was man eben so tut.

Das Buch habe ich damals in Hinblick und mit Fokus auf meine eigenen Probleme gelesen, aber alle Themen, die sich nicht auf Krankheit, hormonelle Störungen oder Genetik rückführen lassen, haben in unserer Gesellschaft im Wesentlichen die gleichen Auslöser bzw. sind mit den gleichen Maßnahmen zu beheben.

Michael Rogall geht in diesem ersten und auch in seinem recht neu erschienenem zweiten Buch, welches sich speziell an Männer richtet, nicht nur auf Symptome und Probleme der Haarpflege ein, sondern vermittelt Hintergrundwissen rund um Kopfhaut, Haare und die Beschaffenheit herkömmlicher und alternativer Pflegeprodukte. Selbst wenn Du nicht mit allen angesprochenen Punkten und Einstellungen des Autors übereinstimmst, sind seine Bücher ein sehr guter Einstieg in eine gesunde Haarpflege, deren Ergebnisse – meiner Erfahrung nach – für sich sprechen.

Zu den haarigen Fakten

Inzwischen habe ich gelernt, dass es bei Haarpflege zuerst um die Belange der Kopfhaut geht. Die Kopfhaut ist so das am wenigsten durchblutete Organ des Körpers und dabei für die Haare aber Grund- und Nährboden. Eine gute gepflegte Kopfhaut ist somit die Voraussetzung für schöne und kräftige Haare.

Kopfhaut, Haare und die Bürste

Der wichtigste Ansatz alternativer Haarpflege besteht im Prinzip des Bürstens.

Dabei spielt nicht nur die Art der Anwendung, sondern auch die Bürste selbst eine entscheidende Rolle.

Das Bürsten massiert und reinigt die Kopfhaut. Durchblutung und Haarwachstum werden durch die Stimulation des Bindegewebes und des Blutkreislaufes angeregt, was ebenfalls positiven Einfluss auf die mineralische Versorgung hat. Durch den Peelingeffekt werden Ablagerung und Schuppen abgelöst und die Haut kann durch die Entschlackung äußerlich und innerlich über die Blutbahnen und Lymphen besser entschlacken.

Eine gute Durchblutung beugt Haarausfall vor und das Bürsten sorgt für einen Gegenreiz bei Kopfhautjucken. Auch bei bestehendem Haarausfall ist das Bürsten aus den vorher genannten Gründen besonders angeraten.

Interessanterweise schafft das Bürsten ein gesundes Milieu für die Verbesserung aller „Probleme“, denn trockene Kopfhaut wird zum Nachfetten angeregt, während die Überschüsse einer fetten Haut schneller abgetragen werden können.

Durch regelmäßiges richtiges Bürsten kann definitiv die Häufigkeit des Haarwaschens reduziert werden. Dies hängt allerdings auch vom konsequenten Anwenden ab. (Allerdings wird darauf hingewiesen, dass das Bürsten kurzfristig zu mehr Fett oder Schuppen führen kann oder es sich zumindest so anfühlt.

Eine heute auf morgen Verbesserung ist auch mir viel lieber, aber gute Dinge brauchen eben oft Zeit zum Anlaufen und in diesem Fall hängt es besonders von dem aktuellen Status Deiner Haare ab. Je mehr zu entgiften und zu verändern ist, umso länger wird die Umstellung dauern.

Das Bürsten hat aber nicht nur positive Effekte auf die Kopfhautbeschaffenheit, sondern dient als Kur für die Haare. Die Bürste verteilt Schutz in Form des hauteigenen Säureschutzmantels, Talg und Schweiß mikrofein bis in die Haarspitzen. Dieser Schutz – bestehend aus körpereigenen Substanzen ist wie eine perfekt und individuell abgestimmte Pflegekur für die Haare, der gleichermaßen nährt und schützt. Bei regelmäßiger – sinnvollerweise täglicher Anwendung – bleibt das Haar natürlich geschlossen, lässt aber Feuchtigkeit durch um nicht auszutrocknen. Durch die natürliche Glättung der Schuppenschicht wird das Umgebungslicht intensiv reflektiert, was das Haar glänzen und die Haarfarbe intensiver wirken lässt.

Bürsten stellt zusätzlich eine effektive Vorreinigung zur Haarwäsche dar, durch die die Wäsche besonders gründlich wirken kann.

Die Beschaffenheit der Haarbürste bzw. Material, Länge und Härte der Borsten spielen eine besonders wichtige Rolle. Aufgrund der besonderen Eigenschaften werden hier Wildschweinsborsten empfohlen, die in unterschiedlichen Längen auf der Bürste angebracht sind. Dies liegt an der ähnlichen Beschaffenheit der Wildschweinborsten zum menschlichen Haar. Nur aufgrund dieser Ähnlichkeit können sie angeblich Fett, Schmutz und Schuppen aus dem menschlichen Haar aufnehmen und abtransportieren, wobei sie hart genug sind um bis zur Kopfhaut vorzudringen. Zur Beruhigung: Ähnlich effektive vegane Alternativen soll es inzwischen auch geben.

Das Bürsten habe ich – neben dem Machen des Bettes, Ölziehen und einem Glas Wasser trinken – als Morgenritual integriert und auch abends lässt sich das Bürsten in vermutlich jedermanns Badezimmerritual einfügen. Ein netter Nebeneffekt ist wie schon angedeutet die positive Wirkung auf Kreislauf, Durchblutung und Bindegewebe, was Morgenmuffel beim in Schwung kommen unterstützen kann.

Vielleicht muss nicht nur ich bei langem Bürsten an alte Geschichten denken bei denen von 100 Bürstenstrichen die Rede war. Um es aber nicht ausarten zu lassen, wird allgemein empfohlen ca. zwei bis drei Minuten zu bürsten, als in etwa so lange wie Du Zähne putzt oder putzen solltest.

Besonders morgens wird – für die anregende Wirkung – das Bürsten kopfüber vom Nacken zur Stirn hin empfohlen. Gerade bei langen Haaren macht es Sinn dabei mit der anderen Hand stets nachzufühlen, damit eine statische Aufladung verhindert wird. Danach wird gewechselt und aufrecht von der Stirn zum Nacken gebürstet. Abends kann die kopfüber Variante weggelassen, da diese, den Kreislauf und die Lymphgefäße anregende Variante, für den einen oder anderen kontraproduktiv sein kann.

Genauere und umfassendere Beschreibungen und Erklärungen findest Du in den Quellen am Ende des Artikels.

Simple Winke - Haare bürsten

Waschen

Auch hier gibt es natürlich im „guten“ Bereich sehr viele Möglichkeiten und ich gehe davon aus, dass hier jeder sein Mittel zur Wahl finden kann.

Neben Shampoos gibt es nicht nur Seifen und Wascherde, sondern noch einiges mehr. In den am Ende des Artikels aufgelisteten Quellen findest Du einige Links und Bücher dazu. Es würde den Artikel sprengen, wenn ich versuchen würde auf jedes Waschmittel und dessen Anwendung im Detail einzugehen.

Shampoo

Wenn Du Dir die Inhaltsstoffe Deines Shampoos durchliest, geht es Dir vielleicht wie mir und es tun sich mehr Fragen auf als beantwortet werden. Wenn ich hier meinen Gedanken folge, frage ich mich, warum es nötig sein sollte das alles auf meinen Kopf zu schmieren. Selbst Shampoos, die mit vermeintlich natürlichen Inhaltsstoffen werben, beinhalten höchstens gerade so viel davon um es auf die Packung schreiben zu dürfen. Die Reihenfolge in der die Inhaltsstoffe aufgelistet sind, sagen schließlich etwas über die Menge aus. Alles was unter 1% liegt, muss übrigens, laut der EG-Kosmetik-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009). als letztes aufgelistet werden und darf in ungeordneter / gewünschter Reihenfolge erfolgen.

Ich möchte hier nicht den Rahmen sprengen und daher nicht näher auf enthaltene Sulfate, Paraffinöle, Silikone, Parabene, Alkohol, Konservierungsstoffe, Tenside, Duftstoffe und co. eingehen. Wer mehr darüber wissen möchte, findet dazu viele Informationen online oder in entsprechender Literatur.

An dieser Stelle nur ein kurzer Exkurs zu den Silikonen, da mir hier ein provokanter aber nachhaltiger Satz von Rogall im Kopf geblieben ist: “Warum nicht gleich Fensterkitt nehmen“.

Er erklärt, dass Silikon von außen abdichtet, dadurch das Haar keine Feuchtigkeit mehr erhält und nach und nach innen austrocknet. Das Haar verliert dadurch an Kraft, alles was an vermeintlicher Pflege zugeführt wird, bleibt außen vor und setzt dabei die Kopfhaut zu, die dadurch nur mehr zu Schuppen und Fett neigt, was dann wiederum nicht selten zur täglichen Haarwäsche führt.

Einfach und zusammengefasst formuliert, macht konventionelles Shampoo zuverlässig Haare und Kopfhaut makellos rein. Die Kopfhaut – ihrer natürlichen Schutzschicht (Sebum oder Hauttalg / Haartalg genannt) beraubt – reagiert darauf direkt und produziert sofort – und eher mehr als natürlich notwendig – davon nach, was die Haare kurzfristig erneut fettig wirken lässt. Für vermeintliche Hygiene und das soziale Auftreten waschen wir dementsprechend die unerwünschte Schicht erneut weg. Ein Kreislauf.

Auf diesem Hintergrund basiert auch die „No-Poo“ Bewegung, auf die ich später noch zu sprechen komme.

Am Anfang meiner Umstrukturierung bin ich von meinem vorherigen Shampoo auf das Naturmolke Shampoo* der Marke Sanoll umgestiegen. Ebenfalls angetan war ich auch vom Hanf Shampoo*.

Sanoll war die erste Marke, welche ich ausprobiert habe, die mich direkt zufrieden gestellt hat und mich keinen Umstellungs-Schock erleiden ließ. Auch die Befürchtung eine zeitlang vermeintlich ungepflegt auf die Straße gehen zu müssen, hat sich nicht bewahrheitet.

Die Beschaffenheit und auch der Geruch alternativer Shampoos ist definitiv anders als die der herkömmlichen Shampoos. Zudem wird generell empfohlen alle Shampoos zu verdünnen. Dafür empfehlen die Naturfriseure und Haarpraktiker kleine Mischflaschen. Hier wird ungefähr ein Zehntel der Flasche mit Shampoo und der Rest mit Wasser gefüllt. Durch Schütteln wird alles vermischt und dann langsam auf den Haaren verteilt und einmassiert. Tatsächlich sinkt der Verbrauch des Shampoos extrem und die Waschleistung wird keinesfalls verringert. „Viel hilft viel“, trifft auch hier wieder mal nicht zu. Übrigens ist das durchaus eine empfehlenswerte Praxis für alle Shampoos.

Das Wechseln zu einem natürlichen Shampoo ist definitiv ein einfacher und komfortabler Schritt ohne großartige Umgewöhnungsschmerzen ;), mit diesem Du schon viel für Deine (Haut-)Gesundheit tust. Natürlich kannst Du in der Thematik noch viel weiter gehen. Wie weit hängt aber vom jeweiligen Interesse, sowie der Bereitwilligkeit für Umgewöhnung und Deiner Leidensbereitschaft ;) ab.

Seifen

Mit Seifen habe ich lange gehadert. Schon für die Hände war ich ein Fan von Spendern mit Flüssigseife und ein Stück Seife, war mir suspekt. Zudem hatte ich immer den Eindruck, dass sie austrocknen und das Waschgefühl war kein angenehmes Erlebnis. Dass dies abhängig von der Art der Seife und der Inhaltsstoffe ist, habe ich auch im Rahmen meiner Haarversuche erfahren.

Als ich 2014 nach Nürnberg gezogen bin, hat meine neue Naturfriseurin so geschwärmt, dass ich es ausprobiert habe. Wenn ich bis dahin noch nicht von der natürlichen Haarpflege überzeugt war, dann ab diesem Zeitpunkt. Seifen sind für die Haare und, wie ich dann auch endlich entdecken durfte, generell eine Offenbarung für das (Wasch-)Erlebnis und für den inneren Pragmatiker. Minimalismus-Suchende, Viel- und Handgepäckreisende, die gerne auf (Plastik-)Verpackungen verzichten, können sich mit Seifen durchaus angekommen fühlen.

Tatsächlich verwende ich seit Ende 2014 für Körper und Haare Seifen. Für die Haare habe ich mich in die Henna-Seife* der Marke Savion verliebt. Seit knapp zwei Jahren habe ich so mein Haarwaschprodukt nicht mehr gewechselt, was vermutlich nicht nur mein persönlicher Rekord ist, sondern auch die langfristige Nutzung eines Produktes für die Haarpflege vieler Menschen toppt.

Haarwaschseifen warten mit leichter Handhabung, stabilem Schaum, keiner unnötigen Verpackung und Überdosierung auf. Savion speziell verwendet keine Konservierungsstoffe, Palmöl oder Emulgatoren und basiert auf reinem Pflanzenöl mit hohem Anteil an Inhaltsstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau.

Handgesiedete Seifen werden aus pflanzlichen Ölen und Fetten unter Zugabe von Natronlauge (NaOH) hergestellt, wobei das Glycerin in der Seife verbleibt. Die Überfettung mit freien Fetten, die auf der Haut verbleiben, sorgen für ein angenehmes Hautgefühl. Dabei werden die Fette nach verschiedenen Kriterien, wie z.B. Pflegewirkung, Schaumbildung und weiteren Aspekten ausgewählt. Ätherische Öle und weitere Zusätze wie z.B. Henna, grüner Tee und Heilerde, sorgen für zusätzliche individuell gewünschte Effekte.

Gerade unterwegs habe ich so immer ein passend großes Stück Haar- und Körperseife in einem Seifensäckchen* bei mir. Passend groß deshalb, weil sich Seifen herrlich mit einem Messer auf die gewünschte Größe teilen lassen und so unnötiger Ballast vermieden wird.

Nasse Seifen lassen sich mit einem Tempo, einem Stück Toilettenpapier oder dem gebrauchten Hotel-Handtuch unterwegs etwas trocknen und dann im Säckchen gut transportieren. Selbst ohne Trocknungsmöglichkeit ist das Säckchen eine gute Methode. Die Seifen erhalten genug Luft und verschmieren trotzdem nicht die restlichen Artikel im Waschbeutel. Ein Seifensäckchen ist herkömmlich nicht unbedingt als Aufbewahrungsort, sondern eher als Peelinghandschuh gedacht oder dazu Seifenreste einfacher zu verwerten. Aber gerade diese simple und praktische Mehrfach-Verwendung ist es natürlich, die es mir mal wieder angetan hat.

Im Laufe der weiteren Recherche für diesen Artikel bin ich neugierig geworden etwas tiefer in das Thema „No-Poo“ zu dringen. Bisher war ich mit meinen Seifen so glücklich, dass ich mich einfach nicht weiter damit beschäftigt habe. Daher kann ich hier bisher keine Erfahrungen zum Thema teilen.

Dadurch wird aber auch deutlich, dass alleine die Kombination aus Seife und Bürste, meine Haarpflege, das organisatorische Drumherum und meine Haarzufriedenheit so sehr gesteigert haben, dass ich an der Stelle sozusagen wunschlos glücklich bin. Und wunschlos-glücklich sein, ist oft kein guter Förderer von Forschertum und Experimentierfreudigkeit.

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Ohne Alles oder „No-Poo“

Vielleicht hast Du schon von dem Trend – natürlich aus der USA – gelesen oder gehört. „No-Poo“ – kurz für „No Shampoo“ – wird hier unterschiedlich ausgelegt oder gelebt. Es kann tatsächlich heißen, komplett ohne Shampoo und Waschmittel auszukommen, aber in erster Linie ist der Verzicht auf konventionelle belastende Waschmittel – also traditionelles Shampoo – gemeint.

Ich persönlich kann bisher nicht behaupten, dass ich an einem Punkt bin ohne Waschmittel auszukommen, aber ich habe es bisher auch nicht probiert. Ich kann allerdings eine gewisse Faszination nicht leugnen und vielleicht packt mich doch noch der Ehrgeiz es zum Beispiel Hanna Petersen gleichzutun, die über Ihren Weg zur Shampoolosigkeit das Buch „Ein Jahr ohne Shampoo*“ geschrieben hat.

Die „No-Poo“-Bewegung ist besonders in den USA ein Begriff. Wenn Dich dies interessiert, solltest Du mit diesem Schlagwort in Suchmaschinen und Amazon* aber einiges an Informationen finden können. Wie gesagt kann No-Poo sozusagen fast alles bedeuten, was konventionelles Shampoo ausschließt. Dabei liegt „nur mit Wasser“ noch im Rahmen meiner Vorstelllungskraft, aber tatsächlich soll es sogar möglich sein, Haarpflege ganz ohne (feuchte) Haarwäsche gesellschaftskonform zu betreiben.

Waschmittel-Möglichkeiten ohne Ende

Solltest Du erstmal näher liegende Alternativen ausprobieren und nicht direkt eine extreme Revoultion auf Deinem Kopf ausleben wollen, gibt außer natürlichem Shampoos und Haarseifen noch sehr viele weitere Möglichkeiten die eigene Haarwäsche zu verändern und zu optimieren. Folgend eine Liste von Stichworten, die Dich vielleicht für weitere Recherchen oder Experimenten anregen können.

  • Lavaerde / Wascherde / Tonmineralerde
  • Natron
  • Essig
  • Ei
  • Waschnüsse
  • water-only

Einige Anwendungen erfordern für jede Haarwäsche Aufwand und Zeit und gerade das möchte ich persönlich vermeiden. Daher kamen und kommen für mich einige Experimente nicht in Frage. Gerne bin ich bereit Zeit und Mühe in Recherchen und Umstellung zu investieren, aber generelles stundenlanges Vorbereiten, mischen und eine vorhergehende Planung und Terminierung der Haarwäsche ist definitiv nichts für mich.

Kur

Kuren werden durch ein optimiertes Waschmittel und das tägliche Bürsten annähernd unnötig. Wenn Du doch mal der Meinung sein solltest, dass Deine Haare eine Kur brauchen, eignet sich ein gutes Pflanzenöl für die Spitzen oder auch mal für die kompletten Haare außerordentlich gut. Plane – besonders bei einer kompletten Haarmaske – genug Zeit zum Auswaschen aus. Das Öl kann sich je nach Haarbeschaffenheit mehr oder weniger hartnäckig wehren das Haar wieder zu verlassen.

Es bietet sich an das Öl vor dem Schlafengehen anzuwenden, damit es über Nacht einwirken kann. Der Pflegeeffekt wird dadurch extrem optimiert. Besser mit weniger Öl anfangen und langsam an die passende Menge rantasten. Da Haare unterschiedlich trocken sind, ist meiner Meinung nach eine generelle Empfehlung nicht hilfreich. Das eine Haar braucht nur wenig und dann wird vielleicht sogar noch einiges ausgespült während das andere das Öl komplett aufsaugt. Also: einfach ausprobieren.

Es gibt einige geeignete Öle, wie zum Beispiel: Kokosöl*, Mandelöl, Jojobaöl.

Du kannst auch fertige ölbasierte und vor allem auch – dem Trend folgend – kokosölbasierende fertig Kuren kaufen. Einen Vorteil bezüglich einer speziell hergestellten natürlichen Kur der Kosmetikinustrie kann ich an dieser Stelle nicht sehen. Reines Öl ist optimal und ich kann es auch für den Rest des Körpers (Artikel folgt) und in der Küche verwenden.

Wenn Du auf der Suche nach einer etwas weniger auswaschintensiven Pflege bist, solltest Du der Sanoll Haarspitzen Tagescreme* eine Chance geben. Diese kann im Haar verbleiben, gibt empfindlichen / trockenen Spitzen extra Pflege, Locken (angeblich) Form / Struktur und sieht vor allem nicht klebrig aus. Ich selbst verwende sie gerne hin und wieder, wenn ich kurzfristig den Haaren etwas gutes tun und nicht die Zeit in das etwas länger dauernde Ausspülen von Öl investieren möchte. In dem Fall, verteile ich sie auch gerne in den Längen.

Spülung

Eine Spülung ist das herkömmliche Äquivalent zum körpereigenen Haartalg. Sie enthält in vielen Fällen Paraffin und Silikon, verklebt Haare und Kopfhaut und macht die Haare damit butterweich und spannungslos.

Dies ist dann auch die Grundlage und für einen ungewollten Kreislauf von Haar-und Kopfhautproblemen.

Somit ist auch hier das Bürsten der kostengünstige und gesündere Ersatz.

Haare stylen

Falls Du spezielle Stylingprodukte verwendest, gibt es hier natürlichen Ersatz. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass die Umgewöhnung hier umfassender ausfallen wird. Optimiertes Waschmittel und Bürsten haben für mich alles andere überflüssig gemacht, aber das hängt natürlich auch etwas von Deiner Frisur ab.

Über den Verlust „meines“ Schaumfestigers habe ich mich damals mit dem Buttermilch-Malve-Spray* von Sanoll hinwegtrösten können. Allerdings habe ich den Trost schnell nicht mehr benötigt und war froh, dass ich so schnell auf alle Stylingprodukte verzichten konnte.

Die Vorstellung das Haarspray wegzulassen, ist mir erst sehr schwergefallen, aber auch das Thema hat sich für mich wesentlich schneller erledigt, als erwartet.

Im Zuge des Umsteigens auf Naturprodukte werden auch Dir zwangsläufig einige passende Möglichkeiten über den Weg laufen und vielleicht werden alle Deine Dir einst lieb gewonnen Stylingprodukte genauso schnell überflüssig erscheinen wie mir.

Haare färben

Traditionell werden Haare gefärbt, indem mit Wasserstoffperoxid das Haar „geöffnet“ wird. Die Haarfarbe kann so in das Haar eindringen und körperfremde, künstliche Pigmente ablagern. Da das Haar somit in seiner Struktur und Beschaffenheit geändert wird, kann dies nicht rückgängig gemacht werden. Die Farbe bzw. das „beschädigte“ Haar, muss rauswachsen.

Da das Haar durch diesen Prozess ausgelaugt wird, sind Silikone übrigens sozusagen sehr hilfreich, da sie das Haar komplett umschließen und so die optische Beschädigung verbergen.

Der bekannte blockartige Haaransatz, der durch Färben und das langsame Herauswachsen entsteht, ist ebenfalls diesem Vorgang geschuldet.

Auch für das Färben gibt es natürliche Alternativen.

Wer hier mit Lebensmitteln experimentieren will, kann vielleicht mit den folgenden Schlagworten anfangen weiter in die Tiefe gehen:

Blond aufhellen und intensivieren: Zitronensaft, Kamillentee

Glanz und Intensivierung für dunkles Haar: Kaffeesatz, Zwiebelschalen

Rot Nuancen herstellen oder verstärken: Rote Beete

Diese Möglichkeiten bieten aber natürlich keinen Färbevorgang, wie du ihn vom herkömmlichen Färben kennst.

Von diesen Hausmitteln abgesehen, gibt es Pflanzenfarben, die tatsächlich aus mehrfacher Hinsicht ein Gewinn für Haare sein können.

Pflanzenfarben bestehen aus farbintensiven Pflanzenbestandteilen, die gemahlen werden. Die enthaltenen Pigmente dringen nicht in das Haar ein, sondern legen sich sanft darum. Das Haar wird dadurch vom Ansatz bis zur Spitze geschlossen, lässt aber Feuchtigkeit durch und speichert diese zudem besser. Durch die Schicht wird das Haar griffiger, erhält mehr Volumen und Glanz. Diese Effekte werden durch jeden Färbevorgang verstärkt bzw. gestärkt.

Wenn die Farbschicht nicht durch Nachfärben erhalten wird, wäscht sie sich nach und nach heraus. Dies ist aber ein sehr langsamer und dadurch nicht direkt sichtbarer Vorgang. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass aufgrund des fließenden Prozesses des Auswaschens kein Ansatz entstehen kann.

Der Färbeleistung von Pflanzenfarben sind natürlich Grenzen gesetzt. Es bietet sich daher an das Färben mit Pflanzenfarben als zusätzliche Pflege und einer „Optimierung“ der eigenen Farbe zu betrachten. Für helles ergeben sich natürlich mehr Möglichkeiten als für dunkles Haar und generell wird hier mit Farb-Nuancen und durch die durch die Pigmente entstehenden Lichteffekten gearbeitet. Es wird also eher von mattieren, vertiefen und erwärmen gesprochen.

Neu ausgestattet mit meinem neuen Wissen, Bürste und Shampoo und Spray habe ich mir dann einen neuen Friseur gesucht. Denn fest stand: die Farbe muss raus. Da ich aber weder die Farbe sichtbar über Jahre rauswachsen lassen, noch chemisch umfärben wollte, nahm ich mir vor den im Buch angepriesenen Pflanzenfarben eine Chance zu geben.

Meine Erfahrung mit Pflanzenfarben hat mich unglaublich verblüfft.

Tatsächlich habe ich nicht nur das Rauswachsen wunderbar mit den Pflanzenfarben kaschieren können, sondern es sah auch noch wunderbar natürlich und gepflegt aus. Ich war sogar sozusagen verliebt in meine Haare. Das hatte ich in dieser Art – mit der Standard-Problemzone „Haar“ – noch nie erlebt.

Durch die gute Pflege und das kontinuierliche Rauswachsen der Chemie habe ich schon ein Jahr später und nur viermal Pflanzenfärben später – im Sommer 2014 – aufgehört meine Haare mit Pflanzenfarben behandeln zu lassen. Schlussendlich hat meine Friseurin im November 2015 die letzten 5 cm Chemie abgeschnitten. Allerdings war dieser Bereich schon längst nur noch bei genauerem Hinsehen bezüglich der Beschaffenheit vom Rest zu unterscheiden.

Naturfriseure

Passend zu Deinen eigenen Bemühungen kann der Wechsel zu einem Naturfriseur hilfreich sein. Falls das für Dich nicht in Betracht kommt, würde ich zumindest auf die von Deinem Friseur verwendeten Pflegeprodukte verzichten. Für einen Friseurbesuch kann ein Aufemulgieren mit Wasser als Haarwäsche reichen oder Du kannst Dich erkundigen, ob es möglich ist, Dein eigenes Produkt mitzubringen.

Nicht, dass ich denke, dass mit einem Friseurbesuch alle Deine Bemühungen zunichte gemacht werden, Dein Haar in seinem natürlichen Zustand zu fördern, aber hilfreich ist es sicher nicht.

Ein Naturfriseur arbeitet mit biologischen Produkten und Pflanzenfarben und kann bei der restlichen Behandlung einen anderen Fokus haben.

Selbst das Equipment unterscheidet sich häufig zum herkömmlichen Friseur. So empfand ich als sehr entspannend meine Haare auf einer Waschliege gewaschen zu bekommen. Naturfriseure haben häufig noch ergänzende ganzheitliche Ausbildungen und Hintergrundwissen.

Eine Ausbildung im Friseurhandwerk vermittelt natürlich umfassend Wissen zum Haaraufbau und der chemischen Haarveränderung und Haarfärbung.

Weitergehendes Hintergrundwissen in Bezug auf Entstehung von Schuppen, Hauterkrankungen und Irritationen wird angeblich zu wenig oder nicht tief gehend genug vermittelt. Dies ist allerdings nur eine angelesene Information und möchte ich nicht beurteilen, bewerten oder behaupten. Ich fände es sehr interessant zu wissen, welchen Stellenwert das Vermitteln tiefergehender gesundheitlicher, medizinischer und biologischer Aspekte in der Friseurlehre hat. Falls hier wirklich fundiertes Wissen vermittelt und abgefragt wird, fördert es bei mir nur noch zusätzlich die Verwunderung, wie es sein kann, dass manche Berufe so schlecht bezahlt werden. Wozu das Friseurhabdwerk definitv zählt. Zudem gehe ich davon aus, dass es vermutlich viele Friseure und Friseurinnen geben wird, die sich aus Interesse viel tiefer einarbeiten und sehr fähig und informiert sind.

Gerne lese ich Deine Meinung und Erfahrung (vielleicht aus erster Hand) dazu in den Kommentaren.

Zurück zu meiner „Geschichte“

Seit nun rund zwei Jahren habe ich kein Bedürfnis mehr meine Haarpflegeprodukte zu wechseln und bin sogar unfassbar zufrieden mit meinem Haarschopf.

(Dies schließt natürlich nicht die typisch menschlichen Eigenart ein, dass man sich oft etwas anderes wünscht als man hat. Also mit glatten Haaren lieber Locken und mit Locken glattes Haar, die wunderschöne Haarfarbe der Freundin, weniger Krause, dichteren Wuchs oder die prachtvolle Haarmähne der Schauspielerin xyz.)

Schlussendlich war jedenfalls all das neu erworbene Wissen der Beginn meiner Wandlung und der Einstieg in den Badezimmer-Minimalismus.

Für meine Haarpflege befindet sich in meinem Bad die Bürste, Seife und hin und wieder (vielleicht alle zwei, drei Monate) ziehe ich aus der Küche das Kokosöl hinzu.

„Nebenbei“: Der Umwelt zuliebe(?)

Ein positiver zusätzlicher Effekt der mit der Verwendung von natürlichen Pflegeprodukten einhergeht, ist der Faktor Umwelt. Viele enthaltene Stoffe der Produkte, mit deren Hilfe wir paradoxer Weise unseren Körper behandeln, sind nicht biologisch abbaubar und verunreinigen nachhaltig die Umwelt und damit unser Trinkwasser. Die Entscheidung für eine natürliche Pflege Deines Körpers ist demnach eine positive für das Leben auf diesem Planeten.

Und jetzt?

Ich weiß, dass es sehr sehr unterschiedliche Haartypen und die unterschiedlichsten Wünsche und Problemstellungen gibt.

Aber: Das Prinzip der natürlichen Haarpflege passt für alle. Es gibt auch hier unterschiedlich ausgerichtete Haarpflegeprodukte- und Lösungsansätze. Das Bürsten ist aber „das Prinzip“ für „jederhaar“.

Meine Empfehlung:

  • Falls Du Dich einlesen magst, findest Du am Ende des Artikels ein paar Buch-Tipps und Artikel-Links.
  • Such Dir einen Friseur, der mit natürlichen Produkten arbeitet. Dies ist besonders wichtig, falls Du Deine Haare färbst oder – wie ich damals – Farbe schonend loswerden willst. Aber auch generell ist es nicht unbedingt förderlich die mühevoll „entgifteten“ Haare beim Friseur wieder mit herkömmlichen Produkten bearbeiten zu lassen. Ein guter Friseur kann Dir auch in Bezug auf die Pflegeprodukte weiterhelfen.
    Es existieren einige Verzeichnisse zu Naturfriseuren im Netz. Wie mit allem gibt es hier große Unterschiede und auch hier gibt es empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte. Im Vorfeld kannst Du Dich zum Beispiel ein bisschen am Produktsortiment orientieren. Wenn die Produkte schon fragwürdig sind, lässt das eventuell auch auf den Friseur bzw. die „Natürlichkeit“ schließen.
    Für Berlin und Nürnberg kann ich jeweils einen Friseur aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen.
  • Schaffe Dir eine gute Bürste an und fang gleich mit dem Bürsten an.
  • Tausche Dein Shampoo und auch die sonstigen Produkte aus.
  • Färbst Du Deine Haare normalerweise selbst und willst dies auch weiterhin tun? Dies geht natürlich auch mit Pflanzenfarben und nach dem Umgewöhnen wird Dir das vermutlich ebenso gelingen wie mit den chemischen Farben.

Unerlässlich

Geduld. Ja. Nervig. Ich weiß.

Wenn Du nur ein bisschen so tickst wie ich, willst Du das Ergebnis direkt sehen können und über Nacht ist schon fast zu lange. Aber: Wenn ich es geschafft habe durchzuhalten und der Sache eine Chance zu geben, dann schaffst Du das erst recht.

Es braucht einfach seine Zeit, bis alle Chemie entfernt ist, sich natürliche Prozesse wieder einpendeln und sich Dein Haar erholt hat.

Und Du?

Falls Du meine Punkte aus eigener Erfahrung ergänzen kannst, Fragen hast oder weitere Tipps, freue ich mich sehr über Deinen Kommentar oder eine E-Mail. Und ebenso willkommen wie die Infos „Fortgeschrittener“ ist natürlich auch Dein Erfahrungsbericht

Links zu Produkten und weiterführenden Informationen:

Produkte

Bürste
Natürlich gibt es überall Wildschweinborsten-Bürsten zu kaufen. Die Beschaffenheit der Borsten ist aber für die effektive Umsetzung obligatorisch. Oft sind Borsten zu weich und nicht hilfreich angeordnet. Ein guter Friseur kann hier auch beraten. Online kann ich Dir diese Bürste ans Herz legen:
http://amzn.to/2cBVQhd*
Ich weiß, dass es aufgrund des wunderbaren Holzes etwas sündhaft ist, aber ich habe von meinen Bürsten (für minimalen Platz / Wochenendtrips habe ich noch eine kleine einfache), die Griffe abgesägt um Platz und Gewicht zu sparen.

Diese vegane Variante ist von der gleichen Firma, zu der ich aber selbst nichts sagen kann:
http://amzn.to/2coek2k*

Seifensäckchen
Ich habe mehrere und nutze sie nicht nur für die Reise, sondern auch für die Aufbewahrung in der Dusche und als Ablage am Waschbecken. Um es als Ablage zu nutzen, drehe ich es immer auf links, damit die Außenseite – vor allem auf Reisen – sauber bleibt. Meine Empfehlung: http://amzn.to/2c5VeeA*

Shampoo & Seifen
Savion Haarwaschseifen
(http://www.savion.de/default/haarwaschseifen-1.html)

Sanoll bei Amazon*
Sanoll führt nicht nur Shampoo, sondern auch verschiedene Stylingprodukte und andere Kosmetikartikel
(http://amzn.to/2b46gEE*)

Savion bei Plasno : Plastikfreier Onlineshop*
(http://www.plasno.de/hersteller/100/de/savion.html?MID=3818*)

Savion bei Amazon*
(http://amzn.to/2cC27K6*)

Pflege / Kur
Die Sanoll Haarspitzen Tagescreme ist eine tolle und vor allem schnelle Zwischendurch-Pflege, besonders für trockene Spitzen, die im Haar bzw. den Spitzen verbleiben kann. Für Locken soll sie angeblich (habe selbst keine Locken) auch strukturierend und formend wirken. Hier der Link zu Amazon:
Sanoll Haarspitzen Tagescreme (http://amzn.to/2tacAnM)*

Die Sanoll Haar Intensivkur für alle, die dem Haar etwas mehr Pflege gönnen wollen, „nur“ Öl nicht trauen oder den Auswaschaufwand scheuen. Ich habe die Kur einmal gekauft, aber ich selbst sehe keinen Mehrwert zur Ölkur.
Sanoll Haar Intensivkur (http://amzn.to/2tQwkvn)*

Kokosöl
Drei verschiedene Marken, in drei verschiedenen Preisklassen, die ich alle ausprobiert und für mich für gut befunden habe.
Hier die Links zu Amazon:
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Bücher

HaarSprechStunde: Gesunde Lösungen für schönes Haar* von Michael Rogall
Sehr umfangreiches, hilfreiches und informatives Buch und für den Start sehr zu empfehlen.
Wer Wert auf eigenes Mischen von Produkten Wert legt, wird hier aber weniger fündig.
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MännerHaar SprechStunde: Mehr als 100 Experten-Tipps zur effektiven Selbsthilfe bei Haarausfall und Schuppen* von Michael Rogall
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Als pdf-download: http://quell-shop.de/E-Book-MaennerHaarSprechstunde

Ein Jahr ohne Shampoo: Schönes und gesundes Haar: Ein Erfahrungsbericht und viele praktische Tipps zur erfolgreichen Umsetzung der No-Poo-Methode* von Hanna Petersen
Hanna Petersen Ratgeber ist durch den Unterhaltungscharakter, der mit der Selbsterfahrung einhergeht, locker zu lesen.
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Hair: Alles über alternative Haarpflege* von Antonia Katharina Tessnow
Umfassende Beschreibungen und Erklärungen. Dabei vertritt Sie den ganzheitlichen Ansatz und spricht auch Themen wie z.B. Ernährung an. Selbst wenn Dir der alternative, vielleicht sogar spirituelle angehauchte Ansatz nicht zusagen sollte, kann das Buch dabei helfen tief in die Thematik einzusteigen.(http://amzn.to/2c5TmCu*)

Naturfriseure

Naturfriseurfinder
(http://www.quellonline.de/naturfriseur-finder/)

Naturfriseur Fürth in Fürth bei Nürnberg
(http://www.naturfriseur-fuerth.de)

Michael Rogall in Köln
(http://michael-rogall.de)

Die Baderin in Berlin
(http://www.baderin.de)

Pflanzenfarben

Marke, die mir immer wieder empfohlen wurde und mit der ich selbst absolut zufrieden war:
satuscolor | Culumnatura Naturkosmetik
(http://www.culumnatura-naturkosmetik.com/de/pages/natur-kosmetik-satuscolor-16-4-0.aspx)

Artikel & andere Links

Meine Haarroutine mit der Wildschwein-Bürste | beautyjagd
(http://beautyjagd.de/2012/11/15/meine-haarroutine-mit-der-wildschwein-burste/)

Problemlöser Haarbürste
(http://www.quellonline.de/problemloser-haarburste/)

Meine erste Bürste mit Wildschweinsborsten | Pura/Liv
(http://www.puraliv.com/2012/10/my-first-kost-kamm-brush/)

Haarfarben ohne Chemie
(http://www.quellonline.de/haarefarben-ohne-chemie/)

Haarfarben mit Pflanzenfarben
(http://www.quellonline.de/haarefaerben-mit-pflanzenfarbe/)

Männer und Haarprobleme
(http://www.quellonline.de/maenner-und-haarprobleme/)

Minimaoistisches Set-up für unterwegs

Minimalistisches Set-up für unterwegs (inkl. Seife für den Körper)

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